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Tahin - Tahina - Sesampaste

Tahin Gericht
Foto: Tahin - Sesampaste für süße und pikante Speisen | Copyright: bodrumurlaub.com

Sesam ist im Nahen Osten ein Grundnahrungsmittel und wird auch in der Türkei gerne verarbeitet. Die vitamninreichen Körner können zu vollwertigen Mahlzeiten verarbeitet werden, wobei sie im Orient meistens als Meze, oder zum Frühstück gereicht werden.

Sesamsträucher bestehen aus einjährigen Pflanzen und sind im vorderen Orient, Afrika und Indien anzutreffen. Das daraus gewonnene Sesamöl ist sehr aromatisch. Es geht in die Geschmacksrichtung Erdnuss. Sesam ist vermutlich die älteste Ölpflanze und weges seines hohen Calzium und Vitamingehaltes (B1, B2 und B6) bei Vegetariern sehr beliebt. Sesamspeisen sättigen, weshalb sie sich auch vorzüglich als Zwischenmahlzeit eignen, z.B. als Brotaufstrich.


Im Handel werden Sie in der Regel zwei verschiedene Tahin Variationen finden, den hellen, der aus geschälten Körnern hergestellt wird und den dunklen, der mit Hülsen verarbeitet wird und somit wesentlich mehr Vitamine und Nährstoffe hat, dafür schmeckt er etwas bitterer. Vielleicht wird Ihnen der helle Tahin besser als Brotaufstrich mit Pekmez schmecken und das dunkle Tahin können Sie für die würzigeren Gerichte reservieren. Probieren Sie es einfach aus.

Tahin zum Frühstück

Der türkische Winter ist entgegen der handelsüblichen Meinung von Tourismusexperten kalt, oder um es anders auszudrücken: hart und mühsam. Zentralheizungen gibt es hauptsächlich in den Metropolen, auf dem Land hingegen wärmen sich die Menschen an kleinen Kanonenöfen oder offenen Kaminen, was sehr tückisch ist, denn wenn wir uns von diesen nur drei Meter weit entfernen, ist es wieder kalt. Besuchen Sie die Türkei im Januar, oder Februar und Sie werden auf den Straßen ein vermummtes Volk vorfinden. Gegen Kälte gibt es angeblich dreierlei Mittel: Unterwäsche aus rauher Schafswolle, Liebe oder den Tahin-Pekmez Brotaufstrich.

Tahin mit Pekmez verrühren: fertig ist der Brotaufstrich. Finden Sie Ihre Mischung selbst heraus. Dabei ist nur wichtig das Tahin im Glas aufzurühren, denn in den Gläsern lagert sich die Sesampaste am Boden ab und kann mitunter ziemlich hart werden, während oben das Öl schwimmt. Wenn wir die Masse umrühren möchten verhält sich die Paste recht störrisch. Mischen wir zuviel Pezmez unter das Tahin, wird der Brotausstrich zu flüssig, was dazu führen kann, dass er vom Brot auf den Küchenboden tropft. Was wiederum nicht weiter schlimm ist, wenn Sie einen Hund haben, denn viele Hunde lieben die nahrhafte Paste, aus der im übrigen auch Hundekuchen hergestellt wird.

Tahin als Meze

Köstlich, allzu köstlich. Knoblauchzehen zerdrücken und frischen (!) Zitrinensaft unter das Tahin langsam und lange rühren. Etwas Salz hinzugeben und Fertig. Ideal, wenn Sie gerade vom Basar kommen und frisches Gemüse gekauft haben, denn der Dip schmeckt mit frischen Möhren und auch Tomaten sehr gut. Hierzu unbedingt frisches, am Besten warmes Brot servieren, obwohl letzteres ungesund sein soll.

Baba Ghanoush

Häuten Sie Auberginen, danach auf den Grill damit. Aber nur kurze Zeit, denn es handelt sich um ein wässeriges fragiles Gemüse. Pürieren Sie die Auberginen anschließend und geben dann das Tahin hinzu. Nun geben wir noch Knoblauch, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und den Saft von einer großen und frischen Zitrone hinzu.

Auf den Teller damit und in der Mitte eine flache Delle in die Paste drücken um hier noch etwas Olivenöl einzulassen. Danach frische Petersilie oder Koriander hacken und damit das Baba Ghanoush dekorieren. Wobei die Petersilie nicht allein Dekozwecken dient, denn sie harmoniert mit dem Tahin ebenso wie mit dem darin vorhandenen Zitronensaft.

Baba Ghanoush ist eine vorzügliche Meze, wird aber auch zu Gerichten wie Falafel gereicht.

Zur Zubereitung werden gegrillte und gehäutete Auberginen püriert, mit Sesampaste vermengt und mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Zitronensaft gewürzt. Vor dem Servieren wird noch ein Schuss Olivenöl hinzugegeben, häufig auch Petersilie oder Korianderkraut

Tahin selbst machen

Problem yok. Sesamsamen im Mörser zerkleinern oder mit dem Pürierstab bearbeiten. Etwas Salz und Sesamöl hinzugeben - fertig. Wobei: Unsere Nachbarin sagt "nimmst du gutes Salz"und unsere Nachbarin hat in solchen Angelegenheiten meistens recht. Diese Arbeit ist jedoch nicht ganz ungefährlich, denn die Sesampaste klebt hartnäckig am Pürierstab und eben auch in der Mulde unter der scharfen Klinge. Natürlich will man das kostbare Tahin mit dem Finger ausschaben... Bedenke bei arbeiten mit dem Pürierstab: Paste fertig, Stecker ziehen!