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Bodrums Wahrzeichen – Die Windmühlen

Die Windmühlen in Bodrum, das Wahrzeichen der Stadt

Hochplateau mit Kamelen und Quads

Der Aufstieg zu den Windmühlen, dem Wahrzeichen der Stadt, ist einfach. Nur nicht im Hochsommer. Aber der Ausblick ist fantastisch und entlohnt für die ganze Mühe.

Wenn man doch nur schon oben wäre, mag sich der Urlauber denken, der im August auf die Idee kommt, das Plateau, ein Wahrzeichen der Stadt zu besteigen. Doch sollten einen die Strapazen nicht abhalten, denn von dem Hügel, der Bodrum von
Gümbet trennt, haben wir einen grandiosen Ausblick. Aufs wuselige Gümbet, das viele ein Irrenhaus nennen, auf den Hafen von Bodrum, es ist ein Rund-um-Panorama der Sonderklasse.

Die Windmühlen selbst sind weniger attraktiv. Man kann jedoch sehr gut erkennen, wie weit die Realität in Hochglanzprospekten von der Wirklichkeit abweicht. Ein Lob an die Bildbearbeitungsprogramme.

Das Plateau wirkt, als habe jemand vor 500 Jahren ein Stück Holland in die Sahara versetzt. Ein paar Grasbüschel trotzen noch der Dürre, aber wenn der erste Regen im Herbst zu spät kommt, dürfte es das gewesen sein für die Flora am Rande der Stadt.

Lediglich eine Windmühle verfügt über ein Rad. Ein zweites liegt brach am Boden. Ein Zaun soll Souvenirjäger davon abhalten ein Stück Windmühle mit nach Hause zu nehmen. Zudem kann so das Holz nicht für BBQ zweckentfremdet werden. Grillen ist in der Türkei sehr beliebt. Als Brennholz dienen Tische, Stühle und notfalls eben auch Windräder. Die Menschen hier sind in dieser Hinsicht sehr pragmatisch.

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Fotos: Copyright: media24.org

Zwischen zwei stark renovierungsbedürftigen Windmühlen liegen zwei Kamele, in der Nähe auch der Besitzer, der gerade aufwacht. Halter und Kamele gähnen. Sie warten auf Touristen. Das Motiv Mutter oder Vater auf dem Kamel auf dem Hochplateau über dem Meer reizt viele. Es ist Mittag.

Ich kann mich kaum auf Fotos konzentrieren, da die Hitze, die pralle Sonne jeglichen Gedanken unbrauchbar macht. Das Hirn signalisiert nur "Such Schatten". Das ist hier oben aber nicht einfach. Außerdem ist das schwarze Gehäuse meiner Canon so heiß geworden, das ich sie kaum anfassen kann. Tipp: Kamera nicht offen umhängen sondern in einer Tasche vor der Schmelze schützen.

Ein Glück, es gibt ein Café gleich bei den Mühlen. Der Betreiber, ein netter, offener Mensch, heißt Bahattin. Er hat eine wunderschöne Jurte direkt neben dem Cafe aufgebaut. Hier bewahrt er seine Dinge auf und in der Saison schläft er
hier auch. Jurten trotzen übrigens Hitze wie Kälte. Hervorragende Behausungen, die von Nomaden in der Türkei heute noch benutzt werden. Wir plaudern ein bisschen, ich trinke Kaffee, dazu ein Glas eiskaltes Wasser. Frisch gepresster Orangensaft ist ebenfalls im Angebot.

Jetzt ist wenig los. Ab und an kommt mal ein Bus, verschwindet auch schnell. Die Veranstalter wollen nicht riskieren, dass die Urlauber vor Hitze kollabieren.

Unter dem zweiten vorhandenen Baum liegt ein Schäferhund. Bevor sich jemand aufregt, er ist weder angekettet noch wird er sonstwie gezwungen dort zu liegen. Normale Straßenhunde suchen im Sommer immer die kühlsten Stellen. Aber hier handelt es sich um einen Schäferhund aus Deutschland. Ein feiner ruhiger Zeitgenosse, der aber scheinbar immernoch nicht gelernt hat, wo die kühlsten Plätze sind.

In dieser verstaubten Aura von Wüste, Kamelen und Nomaden platzt plötzlich eine Squad Safari ins Bild. Fünf dieser vierrädrigen Motorräder heizen auf das Plateau zu.

Der Veranstalter dieser Safari ist ein lustiger Kauz. Er war mal Ortsvorsteher von Gümbet. Dies ist lange her, 35 Jahre. Damals gab es in Gümbet statt Massentourismus nur ein paar Hippies, und er muss wohl der letzte Verbliebene dieser Spezies sein, um die Schläfen viel Grau, hinten der Pferdeschwanz.

Nach kurzer Rast verschwinden die Cowboys aus der Sicht der Windwühlen. Die Kamele kauen wieder, nachdem zwei Touristinnen diese Form der Fortbewegung testeten. Der Halter liegt wieder in einer Ecke und schläft. Und Bahattin Firat hat nun für sich auch Kaffee gemacht - çok sıcak, sagt er und stöhnt dabei. Es immer noch heiß, sehr heiß.